Wir organisieren bundesweit Demonstrationen für Menschen mit ME/CFS.
Für bessere Versorgung, mehr Forschung und mehr Aufklärung – und dadurch mehr Kompetenz im Gesundheitssystem.
Mindestens 630.000 Menschen in Deutschland leben mit ME/CFS – die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Dennoch ist die Erkrankung in der Gesellschaft noch immer zu wenig bekannt, und viele Betroffene erhalten nicht die medizinische Versorgung, die sie dringend brauchen.
„#LiegendDemo – also eine Demo im Liegen?“ Ja, genau.
Eine „LiegendDemo“ – also eine „Demonstration im Liegen“ – ist eine Protestform, bei der sich die Teilnehmenden symbolisch auf den Boden legen. Damit machen sie sichtbar, was für viele Menschen mit ME/CFS Alltag ist: massive körperliche Schwäche, extreme Belastungsintoleranz und ein Leben, das sich oft auf das Liegen in reizarmen, abgedunkelten Räumen reduziert.
ME/CFS ist eine schwere Multisystemerkrankung. Etwa ein Viertel der Betroffenen ist schwer erkrankt. Viele können alltägliche Tätigkeiten wie Duschen oder den Gang zur Toilette nicht mehr selbstständig bewältigen. Ein großer Teil ist hausgebunden oder bettlägerig.
Das Kernsymptom ist PEM (Post Exertionelle Malaise) – eine zeitverzögerte, teils lang anhaltende oder dauerhafte Zustandsverschlechterung nach schon geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung.
Hinzu kommen oft starke Schmerzen sowie eine ausgeprägte Reizempfindlichkeit. Licht, Geräusche oder Berührungen können kaum ertragen werden. Viele Betroffene leben deshalb dauerhaft in ruhigen, abgedunkelten Räumen und sind von gesellschaftlicher Teilhabe weitgehend ausgeschlossen.
Die „Demonstration im Liegen“ macht diese Lebensrealität sichtbar und setzt ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen.
Viele Ärztinnen und Ärzte sind bislang unzureichend über ME/CFS informiert. Fehlbehandlungen können die Symptome deutlich verschlimmern und zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen.
Gleichzeitig fehlt es auch in der breiten Bevölkerung an Wissen über die Erkrankung. Sachliche Information und Aufklärung sind deshalb notwendig, um Verständnis zu schaffen, Fehlinformationen zu vermeiden und die Situation der Betroffenen sichtbar zu machen.
Die Initiative #LiegendDemo ist ein Zusammenschluss von Menschen mit ME/CFS, Angehörigen sowie Unterstützerinnen und Unterstützern.
Sie wurde im Juli 2022 von Gritt Buggenhagen gegründet, mit dem Ziel, die Erkrankung sichtbarer zu machen und auf die schwierigen Lebensbedingungen der Betroffenen aufmerksam zu machen. Die erste LiegendDemo fand 2023 vor dem Deutschen Bundestag statt und markierte den Beginn eines bundesweiten Protestformats.
Heute wird die Initiative von Gritt Buggenhagen geleitet und in Zusammenarbeit mit Evelyn Fay weitergeführt. Das Team ist über Deutschland und Österreich verteilt und arbeitet überwiegend von zu Hause aus. Viele der Beteiligten sind selbst erkrankt und daher in ihrer Mobilität stark eingeschränkt.
Seit April 2026 ist der ehemalige Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB Schirmherr der Initiative #LiegendDemo.
Mit seiner Unterstützung erhält das Anliegen der Initiative zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um auf die Lebensrealität von Menschen mit ME/CFS und anderen schweren chronischen Erkrankungen aufmerksam zu machen.
Wir danken Prof. Dr. Karl Lauterbach ausdrücklich für seine Schirmherrschaft und die damit verbundene Unterstützung!
Weitere Informationen:
https://karllauterbach.de/
Die Initiative #LiegendDemo organisiert bundesweit Liegend-Demonstrationen
als Protestaktion, um die prekäre Situation von Menschen mit ME/CFS
sichtbar zu machen und in den öffentlichen Fokus zu rücken. Am 12.05.23,
11.05.24 und 10.05.25 organisierten wir drei große, zentrale Demos
in Berlin. Erst vor dem Bundestag und darauffolgend zweimal
auf dem Washingtonplatz. Am 2024 und 2025 fand die #LiegendDemo bundesweit
gleichzeitig bis zu 28 Städten statt. Die Hauptveranstaltung in Berlin
wurde live auf YouTube übertragen. Zusätzlich konnten auch schwer und
bettlägerig erkrankte Menschen über ein Zoom-Meeting teilnehmen und die
Redebeiträge sowie die Übertragungen aus den Städten live verfolgen. In
mehreren Städten wurde die Berliner Veranstaltung vor Ort mitübertragen.
Jede Stadt gestaltete darüber hinaus ein eigenes Programm mit Redebeiträgen,
Livestreams und Liegend-Demonstrationen. Am 08. August, dem Very
Severe ME Awareness Day, fanden in den Jahren 2023, 2024 und 2025
Aktionen der #LiegendDemo statt. Der Fokus liegt an diesem Tag auf den
schwer- und schwerstbetroffenen Menschen mit ME/CFS, die besonders
unsichtbar sind und kaum Möglichkeiten haben, selbst öffentlich für ihre
Rechte einzutreten.

Aus der ersten Demonstration, mit dem Titel: „Trauergang“ am 8. August 2023 entwickelte sich ein Demonstrationszyklus, der anschließend von weiteren Städten aufgegriffen wurde. Zwischen Mai 2023 und Mai 2024 fand der Trauergang in 20 Städten statt – darunter auch Wien und Zürich. Obwohl dieser Zyklus ursprünglich zeitlich begrenzt war, wird das Format bis heute immer wieder genutzt, um auf die katastrophalen Lebensbedingungen von Menschen mit ME/CFS aufmerksam zu machen.
Beide Protestformate – die LiegendDemo und der Trauergang – stehen symbolisch für jene Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung ans Haus oder ans Bett gebunden sind und nicht selbst auf die Straße gehen können.

Infostände bauen wir nicht nur auf dem Demos rund um die beiden Aktionstage ME/CFS Awareness Day (12. Mai) und Very Severe ME Awareness Day (8. August) auf, sondern auch zu anderen Anlässen. Dazu gehörten z. B. der „Tag der Seltenen Erkrankungen“ oder lokalen Events wie städtischen „Inklusionstage“.

Ergänzend zu den Demonstrationen organisierte die #LiegendDemo im Frühjahr 2025 eine groß
angelegte Plakat- und Flyeraktion. Hierfür wurden verschiedene Motive für Poster und Display-Werbung zur Aufklärung über ME/CFS entwickelt. Zehntausende Materialien wurden produziert und in den Städten weiträumig plakatiert, um ME/CFS auch im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.
Seit Jahren fordern wir eine politische Kampagne, um die Öffentlichkeit und vor allem das medizinische und soziale System über diese Krankheit zu informieren. Leider erleben viele Betroffene, dass ihre Symptome nicht richtig erkannt oder gar als psychosomatisch abgetan werden, was den Verlauf der Krankheit verschlimmert. Ärzte sind oft nicht über ME/CFS informiert, wodurch Betroffene jahrelang ohne klare Diagnose bleiben. Selbst bei Gutachtern, Sozialämtern oder im Pflegesystem stoßen wir auf Unverständnis. Diese Unwissenheit führt dazu, dass unser Recht auf lebenswichtige soziale Leistungen nicht anerkannt wird – sei es der Pflegegrad, der Grad der Behinderung oder andere notwendige Unterstützungen. Mit der Plakatkampagne möchten wir daher eindringlich auf diese Missstände hinweisen.

Wir nutzen eine große Bandbreite von Formaten, um auf unser Anliegen aufmerksam zu machen.
Wir demonstrieren weiter, in diesem Jahr von 09. bis 12.05.2026
in vielen deutschen Städten, anlässlich des Severe ME/CFS Awareness Day.
Melde Dich gerne bei uns, komm in unser Team! Kontakt: info@liegenddemo.de (oder nutze das Kontaktformular ganz unten)
Informationsportal für Betroffene, Angehörige und medizinisches Personal:
www.mecfs-info.de
Mehr Info zu ME/CFS:
Deutsche Gesellschaft für ME/CFS unter mecfs.de
Hilfestellung für Betroffene und Angehörige
Fatigatio e.V. und NichtGenesenKids e.V.
Letztes Jahr waren wir in fast allen großen Städten vertreten. Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.
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Spenden für die #LiegendDemo können auf verschiedene Arten getätigt werden:
1. PayPal
2. GoFundMe
Du kannst hier auch über GoFundMe spenden
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